Mädchen mit Schokoküssen

Dein Teenie isst am liebsten Süßigkeiten? – Keine Angst, der überlebt das!

Als Mutter sorgst du dich, weil dein Teeniekind am liebsten Schoki reinschaufelt? Wenn auch dein Kind eine Schwäche für Sweets hat, weißt du, dass Oberlehrersprüche oder Vorträge über gesundes Essen nichts (mehr) bringen, außer schiefe Blicke und schlechte Stimmung. Du musst dich irgendwie anders arrangieren, um den guten Draht zu deinem Kind nicht zu gefährden. Denn 15-Jährige lassen sich nicht mehr viel vorschreiben! Sie wollen ihr Ding machen und pochen auf allen Ebenen auf Eigenständigkeit – auch beim Essen.

Welche Strategien hast du, um mit der Zuckerliebe deines Kindes besser klarzukommen?  Taschengeld kürzen? Tief durchatmen? Nicht immer auf alles reagieren? Das hier sind meine Tipps für mehr Leichtigkeit, wenns um das Thema Süßigkeiten geht. 

Tipp Nr. 1:
Ab und zu die Teeniebrille aufsetzen

Hast du als Jugendliche viel genascht? Ich schon. Eine Zeitlang habe ich all mein Taschengeld in Gummibärchen und Mars umgesetzt – ohne krank zu werden. Mich daran zu erinnern hilft mir heute, locker(er) zu bleiben. Denn ich weiß, dass „Schlickerphasen“ bei Jugendlichen normal sind.

Viele Menschen essen gern Süßigkeiten – auch Erwachsene. Sie können übrigens gar nicht anders, denn diese Vorliebe für Süßes kommt aus der Steinzeit, als die Menschen ihre Nahrung in der Natur finden mussten. Dabei haben sie eines gelernt: Süß schmeckende Speisen waren so gut wie immer genießbar, während ein bitterer Geschmack mit giftig assoziiert wurde. Das sitzt tief und gilt bis heute.

Tipp Nr. 2:
Öfter mal „homemade sweets“ anbieten

Mein Sohn liebt süße Sachen, das ist nun mal so. Deshalb habe ich mir angewöhnt, öfter mal einen Kuchen zu backen, damit er seine Zuckerration zu Hause kriegt. Da kann ich die Zutaten und die Zuckermenge selber bestimmen und überlasse die Ernährung meines Kindes nicht nur der Lebensmittelindustrie.

Tipp Nr. 3:
Gemeinsam kochen – das schweißt zusammen

Zusammen etwas kochen, das wir beide lecker finden, macht Spaß! Das stärkt die Beziehung und schafft einen Ausgleich zu Zeiten, in denen es nicht so flutscht. So kommt mein Sohn immer wieder ein bisschen selbst ins Kochen. Außerdem kann ich – wenn es zur Stimmung passt oder sich ergibt – ein bisschen über Ernährung quatschen. Aber bloß nicht auf Krampf.

Und überhaupt: Die Weichen sind ja längst gestellt

Auch wenn mein Sohn aus meiner Sicht zu viele Süßigkeiten futtert, bin ich mir ziemlich sicher: Diese Phase ist irgendwann vorbei. Dann schlägt die Prägung voll zurück. Denn Kinder lernen ja von ihren Eltern, und das bereits im Kleinkindalter. Im Teeniealter ist der Zug so gut wie abgefahren. Da kann ich nur noch darauf vertrauen, dass sich das schon gibt und er sich irgendwann gesundheitsbewusster ernährt.

Du willst mehr dazu wissen? Dann lies doch das Interview  mit dem Ernährungspsychologen Thomas Ellrott auf ZEIT Online. In dem Artikel „Eltern, hört endlich auf, von gesundem Essen zu reden“ gibt er gute Tipps für Eltern rund um die Essenserziehung von Kindern.

Text - Claudia Hoffmann
Foto - Copyright GettyImages_Conny Marshaus

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Hallo. Ich bin Claudia Hoffmann. In meinem Blog schreibe ich über Rezepte, kulinarische Themen und vor allem: über leckeres Zeug, das jeder kochen kann, ohne dass es im Magen pappt und klebt.

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