Französische Croissants auf Tüte

Gluten ist bäh. Auch im Urlaub?

Kommt dir das bekannt vor: Im Alltag hast du bestimmte Ernährungsprinzipien, die dir wichtig sind? Bloß im Urlaub stößt du damit regelmäßig an deine Grenzen? Ich kenne das. Bei manchen Dingen jongliere ich immer wieder neu zwischen Gesundheitsvorsatz, Genuss und Geselligkeit. Wenn alle reinhauen, fällt es mir schwer, konsequent zu bleiben. Bestes Beispiel: Brot.

Ich esse kein Gluten

Deshalb ist Brot eines meiner Dauerbrennerthemen im Urlaub. Dann wird’s oft schwierig, weil das glutenfreie Angebot im Supermarkt mau ist. Oder weil Genüsse der Extra-Klasse winken, bei denen ich kaum widerstehen kann – die zünftige Brotzeit auf der Hütte etwa oder ein Picknick mit Baguette, Käse und Oliven. Da ich nicht unter Zöliakie leide, habe ich einen gewissen Entscheidungsspielraum. Drei Punkte stehen auf meiner inneren Liste, um abzuwägen, wie locker ich mit meiner Brotdisziplin umgehe.

Brauche ich Brot für ein gutes Urlaubsfeeling?

Es gibt Reiseländer, da muss ich beim Brot einfach zugreifen, weil es meine Laune hebt. Bestes Beispiel ist Frankreich. Hier sind Baguette & Co. Teil des Urlaubspakets. Wenn sich alle aus der Reisegruppe genüsslich Croissants reinschieben, soll ich daneben sitzen und zuschauen? Deshalb: Sind wir auf Korsika oder am Atlantik, gönne ich mir ab und zu eine Portion Weißmehl. Aber frisch muss das Brot sein und ich muss viel Obst und Gemüse drum herum essen, um keine Verdauungsprobleme zu kriegen.

Gibt es allerdings – wie im Skiurlaub in Österreich – nur die Pupsbrötchen aus dem Supermarkt, verzichte ich gern. Die helfen mir nicht dabei, in einen guten Urlaubsflow zu kommen. Außerdem sind sie ein schlechter Energielieferant und für Aktivitäten am Berg gänzlich ungeeignet. Dann brauche ich zum Frühstück was mit Substanz. Da wir ein Apartment mieten, kann ich mich prima selber versorgen. Am liebsten mit selbst gemachtem Hirsebrei (glutenfrei!) mit in Butter geschwenkten Apfelstückchen, getrockneten Aprikosen und Mandelmuss oder mit meinem Crunchymüsli aus Hirse- und Quinoaflocken und Nüssen. Beides ist superlecker und füllt meinen Magen garantiert bis zum Mittag.

Werde ich krank oder dick?

Weißmehl-Brötchen oder Vollkornstulle? Die Mehlqualität entscheidet, ob und wie oft ich beim Brot zulange. Bei Weißbrot streikt mein Verdauungstrakt schnell. Das ist unangenehm und kann mir den Urlaub vermiesen, weil ich unter Bauchweh und Verstopfungen leide. Ich passe also auf und suche nach Ausgleich durch Salat und Obst. Anders ist es bei Vollkornprodukten. Die flutschen besser durch, weil sie mehr Ballaststoffe enthalten. Auch machen sie länger satt. Deshalb esse ich automatisch weniger als beispielsweise beim Ciabatta. Angenehmer Nebeneffekt: Die Gefahr, dass sich die Kohlehydrate auf meinen Hüften niederlassen, ist folglich geringer.

Mutiere ich zum Gruppen-Alien?

Meine Familie und ich sind ein eingespieltes Team. Da gibt es keine Diskussionen. Jeder isst, was er mag. Bei Gruppenreisen kann das schon anders aussehen. Vor allem dann, wenn man sich noch nicht so gut kennt. Dann fällt es mir mitunter schwer, meinen Striemel mit dem Brot durchzuziehen. Weil ich keinen Bock auf komische Blicke, blöde Sprüche oder lange Erklärungen habe und mich einfach anpasse. Anders ist es bei guten Freunden. Das ist wie mit der eigenen Familie: Sie wissen, dass ich bei glutenhaltigen Produkten vorsichtig bin, und akzeptieren das.

 

Und jetzt du: Hast du Ernährungsprinzipien, bei denen du im Urlaub ins Huddeln kommst? Bitte verrate sie mir! Ich bin sehr gespannt!

Französisches Frühstück mit Croissants und Marmelade

Text - Claudia Hoffmann
Fotos - Sven Treskatsch

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Claudia

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Hallo. Ich bin Claudia Hoffmann. In meinem Blog schreibe ich über Rezepte, kulinarische Themen und vor allem: über leckeres Zeug, das jeder kochen kann, ohne dass es im Magen pappt und klebt.

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