Rispe mit frischen Cherrytomaten auf Brett

Fade Treibhaustomaten einfach aufmotzen

Am liebsten koche ich saisonal! Deshalb gibts im Winter oft Backgemüse oder Eintopf mit Kohl, Rüben oder Möhren. Aber auch in dieser Jahreszeit greife ich immer wieder zu frischen Tomaten, obwohl sie im August oder September hundertmal besser schmecken. Warum? Weil sie so gut zu Pasta passen und weil sie mir das Kochen erleichtern – auch wenn es null saisonal und ökologisch korrekt ist. Außerdem bringen sie ein bisschen Farbe in meine Winterküche ...

Tomaten-Pasta passt bei Teenies immer – vor allem nach dem Sport

Frische Tomaten landen immer dann in meinem Einkaufskorb, wenn mein Sohn Sport hat. Dann kommt er mit mächtig Kohldampf nach Hause und braucht: Kohlehydrate! Am liebsten Pasta mit Tomatensauce. Der Klassiker geht schnell und lässt sich außerdem prima vorbereiten:

  • Zwiebeln mit Knoblauch im Topf anschmullern. Die Dosentomaten mit einem Lorbeerblatt und einem Teelöffel Honig oder Zucker hinein geben. So lange köcheln lassen, bis die Sauce etwas eingekocht ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Damit die Sauce fruchtiger schmeckt, menge ich kurz vor Schluss frische Tomatenstückchen unter, die ich vorher klein geschnitten habe.

Eine Variante, wenn es besonders flott gehen muss: Tomaten-Pasta ohne Sauce

  • Die gekochte Pasta mit frischen Tomatenstücken, Kapern, Knoblauch, Oliven und Olivenöl vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig.

Am allerliebsten mag ich Kirschtomaten. Die kleinen Dinger sehen hübsch aus und sie lassen sich so bearbeiten, dass sie auch im Winter aromatisch schmecken.

Olivenöl auf frische Cherrytomaten in Schale

So kommt Aroma in fade Kirschtomaten

Der Trick ist ganz einfach. Dafür brauchst du nur einen Schwung Kirschtomaten, Zucker und einen Backofen. So entstehen ratzfatz köstliche karamellisierte Tomaten!

Die Hitze im Ofen entzieht den Tomaten das Wasser, so dass sie leicht zusammenschrumpeln. Gleichzeitig intensiviert sich so der Geschmack der Tomaten. Und der Zucker bringt mehr Süße hinein.

Wir essen karamellisierte Tomaten besonders gern zu Pasta mit selbst gemachtem rotem Pesto. Sie passen auch zu Antipasti oder Salaten.

karamellisierte Cherrytomaten in Schale
Teller mit frischer Pasta, rotem Pesto und karamellisiertem Tomaten
Teller mit frischer Pasta, rotem Pesto und karamellisiertem Tomaten

Mein Rezept für köstliche karamellisierte Tomaten

 Für ein Blech brauchst du

  • 2-3 Hände Kirschtomaten (natürlich kannst du auch Cherrytomaten nehmen)
  • 3-4 TL Zucker
  • 2 EL Olivenöl
  • Prise Salz
  • 2 TL Rosmarin, klein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • wer mag: 1 Schuss Balsamico-Essig zum Schluss

Und so geht’s:

  • Tomaten waschen, halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech legen.
  • Die Schnittflächen mit Zucker bestäuben und mit Olivenöl begießen. Anschließend leicht salzen und mit dem fein gehackten Rosmarin würzen.
  • Bei 160-180 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 30 Minuten in den Ofen schieben. Hier gilt die Regel: Je geringer die Temperatur, desto sanfter und länger der Garprozess. 
  • Nach ca. 10 Minuten den gehackten Knoblauch über die Tomaten streuen und für die restliche Zeit mitbacken.
  • Die Tomaten nach Ende der Backzeit aus dem Ofen nehmen. Wenn du magst, kannst du sie nun mit einem Schuss Balsamico-Essig ablöschen. Das stelle ich mir sehr lecker vor, habe es aber noch nie ausprobiert
  • Wenn es die Backtomaten zu Pasta geben soll, serviere ich sie sofort. Reiche ich sie zu einem grünen Salat, lasse ich sie leicht abkühlen. So kriegen frische Salatblätter keinen Hitzeschlag und bleiben schön knackig.

Fotos - Sven Treskatsch

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