Kohlrabi Carpaccio Capern auf Teller

Saisonal total: Jetzt ist Kohlrabi-Zeit!

Gemüse der Saison schmeckt besonders gut. Außerdem sparst du Geld und lebst mehr im Einklang mit den Jahreszeiten. Mir als Städterin macht das ein gutes Gefühl. Bloß: Welches Gemüse wächst wann wirklich? Bei dem Überangebot im Supermarkt, das ganzjährig zur Verfügung steht, ist mir der Bezug zur Natur ein bisschen flöten gegangen. Zeit, mal genauer hinzuschauen.

Kohlrabi – der zartgrüne Allrounder im Frühling

Gemüse, das als Beilage ebenso überzeugt wie im Gratin oder in der Frühlingssuppe – auch ich stehe total auf frischen Kohlrabi. Jetzt gibt es ihn als Freilandware. Er ist so vielseitig, du kannst sogar die Blätter essen. Vor allem kleine Blätter lassen sich gut in den Speiseplan integrieren, indem du sie unter deinen Salat mischst oder klein schnippelst und als Kräutertopping auf deine Suppe streust.

So wird Kohlrabi zum Gaumenschmaus

In Sahne gedünstet schmeckt Kohlrabi besonders fein (und süß). Dann ist er der perfekte Partner für Braten, Fisch oder junge Kartoffeln. Meine Empfehlung dazu: Auf zwei kleine Kohlrabi nimm 1/8 Liter Sahne (ungeschlagen!) und vermenge sie mit ca. 4 EL Wasser und je einer Prise Salz und Zucker. Anschließend erhitzen. Den Kohlrabi in dünne Scheiben schneiden und ca. 8-10 Minuten in der Flüssigkeit garen. Sofort servieren.

Kohlrabi Carpaccio Capern auf Teller

Bei Heißhunger hilft roher Kohlrabi

Er ist kalorienarm und - frisch aufgeschnitten - ein toller Snack für zwischendurch. Als Imbiss für die Tupperdose taugt er indes weniger. Schnell riecht er muffig, wenn er lange liegt.

A propos roh: Roh mag ich Kohlrabi am allerliebsten. Deshalb habe ich mich auch so gefreut, als man mir im ST. BART Kohlrabi als eine Art Carpaccio servierte (das St. Bart ist übrigens ein toller Gastrotipp für alle Berlinfans, die Spaß an kreativen, leckeren Speisen haben).

Für mein Kohlrabi-Carpaccio nehme ich übrigens kleine Knollen. Sie sind zart und lassen sich leicht in hauchdünne Scheibchen schneiden. Vorausgesetzt, das Messer ist scharf und du hast eine ruhige Hand. Vor dem Schneiden kurz Luft anhalten :-); dann das Messer ansetzen und vorsichtig säbeln.

Kohlrabi Carpaccio Capern auf Teller

Kohlrabi-Carpaccio

Das brauchst du für 2 Personen, wenn du das Gericht als Vorspeise servierst:

  • 2 kleine Kohlrabi
  • Saft einer halben Bio-Zitrone
  • Zitronenschale von halber Bio-Zitrone
  • 2 EL Kapern
  • 1 Handvoll Ruccola
  • 1-1,5 EL Reissirup
  • 1 TL Senf
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Und das geht so:

  • Zitrone heiß abwaschen und mit einem Zestenschneider hauchdünne Streifen von der Schale (ab-)ziehen. Zur Seite stellen.
  • Die halbe Zitrone auspressen. Saft auffangen und mit Senf und Reissirup vermengen. Dann das Olivenöl hinzugeben und so lange rühren, bis eine schöne Emulsion entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Da Reissirup eine andere Süße hat als Zucker oder Honig, empfehle ich dir, das Dressing jetzt zu testen. Ist es dir zu sauer, rühre ruhig mehr Reissirup unter.
  • Kapern abtropfen lassen.
  • Ruccola waschen und trocken schleudern. Anschließend klein schneiden.
  • Kohlrabi schälen und halbieren. Mit einem scharfen Messer in hauchdünne Scheiben schneiden. In einer kleinen Schüssel mit ca. 2/3 des Dressings vorsichtig vermengen, bis alle Scheiben von einem Dressingfilm ummantelt sind. Dann die einzelnen Scheiben auf einem Servierteller dekorativ im Kreis anrichten – am besten so, dass sie sich wie bei Tomate-Mozzarella überlappen.
  • Kapern gleichmäßig auf dem Kohlrabi-Carpaccio verteilen und mit dem Rest des Dressings beträufeln. Zum Finale den klein geschnittenen Ruccola über den Salat geben und mit den Zitronenzesten garnieren. Voilà – fertig ist das Kohlrabi-Carpaccio!

 Text – Claudia Hoffmann
Bilder – Sven Treskatsch

 

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