Salat mit Wassermelone, Feta, Oliven, Zitrone und Kräutern

Wassermelone – meine Number One bei Hitze

Ich liebe Wassermelone, wenn es draußen heiß ist und mir der Sinn vor allem nach leichten und frischen Gerichten steht. Sie ist so herrlich vielseitig und schmeckt als Snack auf die Hand, gegrillt und geeist. Und sie ist auch im Salat ganz groß. Ja, selbst die Schale lässt sich verarbeiten, sagt Yottam Ottolenghi, mein Küchenguru.

Bei Hitze läuft mein Körper auf Sparflamme 

Bei heißem Wetter esse ich (wie fast alle) automatisch wenig(er). Das liegt daran, dass mein Körper dann ordentlich zu tun hat, mit der Außentemperatur klar zu kommen. Seine Strategie: Den Motor drosseln. So verbraucht er weniger Energie (sprich: Nahrung) für die Körperfunktionen und wir haben auch weniger Hunger.

Dass er mit der Hitze kämpft, merken wir vor allem daran, dass wir schlecht(er) schlafen, im Büro herumzappeln und auch sonst wenig gebacken kriegen. Packen wir da dann eine fette Schweinshaxe obendrauf, leidet unser Organismus doppelt und dreifach und wir fühlen uns noch schlapper und müder als eh schon.

Leichte Sommerkost aus Obst, Gemüse und Salat beflügelt statt zu belasten. Besonders Obst mit einem hohen Wasseranteil ist prima, weil du dir mit dem Essen gleich viel Flüssigkeit zuführst. Und zwar gute!

Salat mit Wassermelone, Feta, Oliven, Zitrone und Kräutern
Salat mit Wassermelone, Feta, Oliven, Zitrone und Kräutern

Mit Wassermelone den inneren Wassertank auffüllen

Mein Favorit bei Hitze heißt Wassermelone. Sie ist der perfekte Durstlöscher, denn sie besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Das tut dem Körper gut. Anders als beispielsweise Bier. Das schmeckt zwar auch prima. Aber der Alkohol in der Flüssigkeit belastet unseren Organismus zusätzlich und verstärkt den Drömeleffekt, den wir durch die Hitze eh schon verspüren.

Wassermelone ist saftig, fruchtig und süß und füllt meinen Bauch auf angenehme Weise. Außerdem hat sie kaum Kalorien. Habe ich zuviel davon gegessen, kein Problem. Das leichte Völlegefühl ist schnell verschwunden (es war ja nur Wasser) und übrig bleibt eine angenehme Leichtigkeit. Einziger Wermutstropfen sind die Kerne. Die nerven.

Und falls du nicht weißt, wie du eine gute Wassermelone auswählst, mach den Klopftest. Das Ding muss sich innen dumpf und voll anhören. Dann ist sie reif und du kannst sie für meinen leckeren Salat nehmen. Leicht orientalisch angehaucht durch Minze, Oliven und Schafskäse eignet er sich als Beilage oder als leichter Hauptgang.

Das Rezept:
Salat aus Wassermelone, Oliven und Schafskäse

(inspiriert von Yottam Ottolenghi)

Das brauchst du für 4-6 Personen:

  • 1 Wassermelone (vorher im Kühlschrank kühlen!)
  • 50 ml Olivenöl
  • 1 kleine Chilischote (ich nehme getrocknete Chilischoten und lass, damit es später nicht wie Feuer brennt, die Kerne weg)
  • 1 kleine Knoblauchzehe mit Schale
  • 3 Thymianzweige (frisch)
  • 1 Rosmarinzweig (frisch)
  • Schale von einer Biozitrone
  • 25 schwarze Kalamata-Oliven ohne Steine
  • grobes Meersalz und schwarzen Pfeffer
  • 100 g Feta
  • 15 Basilikumblätter
  • 10 Minzeblätter

Und so geht’s:

  • Zuerst die Marinade für die Oliven herstellen: Zitrone waschen und mit dem Sparschäler die Schale dünn abziehen. Die Chilischote klein schneiden, Kerne wegschmeißen. Anschließend unbedingt die Hände waschen, damit du dir nicht aus Versehen die Augen reibst ...
  • Olivenöl, Zitronenschale, Chili, grob angedrückte Knoblauchzehe, Thymian und Rosmarin mit etwas Salz und Pfeffer in einen Topf geben und bei mäßiger Hitze 4-5 Minuten köcheln. Dann abkühlen lassen, bevor du sie über die Oliven gibst zum Marinieren. HINWEIS: Je länger du die Oliven im Öl belässt, desto aromatischer schmecken sie später. Maximal 24 Stunden.
  • Wassermelone achteln. Aus jedem Stück viele kleine Dreiecke von ca. 1 cm Dicke schneiden und auf einen großen (flachen) Teller hübsch drapieren.
  • Feta kleinschneiden. Basilikum- und Minzeblätter abzupfen.
  • Aus der Marinade Kräuter und Knoblauch fischen und wegschmeißen. Oliven und Marinade über den Salat löffeln. Mit Feta und den frischen Kräutern dekorieren. Sofort servieren.

 

Weitere Gerichte für heiße Tage:

Wenn Gäste im Anmarsch sind: Fisch im Pergamentpapier
Schnell aufgetischt: Backgemüse mit Kapern-Vinaigrette
Foodklassiker mal anders: Tomate Mozzarella
Schnell aufgetischt: Grüner Quinoasalat

 

Fotos - Claudia Hoffmann

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