Brotzeit mit Käse und Tomatengelee

Tomatengelee – für einen Hauch Sommer im Herbst

Ich bin kein Einmachtyp. Aber selbstgemachtes Tomatengelee verschafft mir auch bei trübem Herbstwetter ein kleines Sommerfeeling. Chili, Basilikum und Minze setzen dem Gelee die Krone auf. Passt perfekt zu Käse.

Sommertomaten sind die besten

Wir alle wissen, Wintertomaten sind bäh. Am besten schmecken Tomaten, wenn sie reif und im Spätsommer geerntet werden. Dann haben sie viel Sonne abgekommen und stecken voller Vitamine. Tomaten wie diese musst du auch nicht pimpen, um irgendwie mehr Geschmack und Süße in die Frucht zu kriegen. Außerdem gibt es sie in dieser Zeit in Hülle und Fülle und du kannst frei wählen zwischen zig Größen, Farben und Formen. Genau diese Art von Tomaten brauchst du für (dein) Tomatengelee. Plus ein bisschen Zeit und Geduld für die Herstellung.

Brotzeit mit Käse und Tomatengelee
Brotzeit mit Käse und Tomatengelee auf dem Balkon

Ich mag die leicht glibberige Konsistenz von Gelee. Sie erinnert mich an Wackelpudding. Für den richtigen Wackeleffekt verwende ich Agar Agar. Das ist eine Art japanische Gelatine, die du im Bioladen bekommst. Sie ist rein pflanzlich und besteht hauptsächlich aus den Kohlehydraten in den Zellwänden von Blau- oder Rotalgen (also nix mit Schweineknochen oder -knorpel). Aber Vorsicht bei der Dosierung: Agar Agar hat eine hohe Gelierkraft, so dass du nur sehr wenig von dem weißen Pulver zum Gelieren brauchst. Ich halte mich sklavisch an die Anleitung auf der Verpackung. Natürlich kannst du auch – ganz klassisch – Gelierzucker oder Gelierfix nehmen, um das Gelee einzudicken.

Rezepttipp: Tomatengelee mit Chili und Minze

(auf Basis eines Rezepts aus Essen & Trinken)

  • 2,5 kg reife Tomaten
  • 1 große Dose Tomaten
  • 100 ml Wasser
  • 250 g Zucker
  • ¼-½ Chilischote (je nachdem, ob du gern scharf isst), fein gewürfelt
  • 15 g Basilikumblätter
  • 10 g Minzeblätter
  • 1 Pk. Zitronensäure (sie hat mehr Zitronenaroma als Zitronensaft und sorgt dafür, dass die Farbe des Gelees länger erhalten bleibt)
  • 1,5 gehäufte TL Agar Agar (oder 1 Pk. Gelierfix 2:1 à 25 g)
  • 1 Mulltuch + ein längeres Stück Küchenband
  • 3 Weckgläser Mini à 140 ml

Und so geht’s:

  • Tomaten waschen und klein schneiden. Zusammen mit den Dosentomaten und 100 ml Wasser in mehreren Portionen in einem Mixer fein pürieren.
  • Alles in ein mit einem Mulltuch ausgelegten Sieb gießen. Das Tuch oben mit einem Band zubinden. Das Ganze an einem Ort mit einer darunter aufgestellten Schüssel aufhängen. Ziel ist es, den Tomatensaft, der aus dem Mulltuch langsam heraustropft, in der Schüssel aufzufangen. Das dauert lange (ca. 12 h).
  • Zum Schluss vorsichtig den restlichen Saft aus dem Mulltuch von außen pressen. Dabei darauf achten, dass keine Tomatenpampe heraus quillt, denn du brauchst den klaren Tomatensaft.
  • Agar Agar mit ein bisschen Tomatenflüssigkeit in einem Glas verrühren
  • Den Tomatensaft auf ca. 750 ml einkochen lassen. Die aufsteigenden Trübstoffe abschöpfen.
  • Anschließend die heiße Flüssigkeit mit dem Zucker, den feinen Chilliwürfeln sowie den Basilikum- und Minzeblättchen (3 von jeder Sorte zur Deko zurückhalten) und der Zitronensäure kurz aufkochen. Dann Agar Agar unterrühren. Temperatur herunterregeln und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb gießen.
  • Zum Schluss die Flüssigkeit mit je 1 Basilikum- und Minzeblatt in ein steriles Weckglas füllen und sofort verschließen.
  • Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Hält ungeöffnet ca. 6 Monate.

Weitere Tomatenrezepte findest du hier:

 

Fotos: Lotte Ostermann

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