Weckglas mit einem Salat aus Hummus, Linsen und Ruccola

Linsen? Ja, bitte, am liebsten to go

Ich bin gerade auf dem Linsentrip. Sogar Bratlinge habe ich neulich schon gebrutzelt. Am liebsten esse ich Linsen jedoch im Salat. Mit Puy Linsen sieht er klasse aus und ist schön knackig und gehaltvoll. Deshalb ist der Salat perfekt fürs Büro, lange Autofahrten oder das Sommerpicknick im Grünen oder auf dem Tempelhofer Feld.

Mein Lieblingssalat ist ein Schichtsalat aus zweierlei Arten von Hülsenfrüchten: Unten Kichererbsen, oben Linsen. Auf eine Schicht Hummus folgen leckere Linsen mit roter Beete, Kräutern, Balsamico-Zwiebeln und Sonnenblumenkernen.

Weckglas mit Linsen-Hummus-Salat auf Bürotisch
Frau packt Linsen-Hummus-Salat in Rucksack

Warum ich Linsen mag

Wenn auch du essenstechnisch gut durchs Jahr kommen willst, iss Linsen. Im Winter entfalten sie ihre Kraft am besten in Suppen und Eintöpfen oder in einem leckeren Dal. Im Sommer verarbeitest du sie besser kalt in Dips, Snacks und Salaten.

Außerdem sind Linsen dein Freund, wenn du dich vegetarisch ernährst oder generell weniger Fleisch essen willst. So wie ich. Nach den jüngsten Horrorbildern aus Schlachthöfen suche ich verstärkt nach pflanzlichen Alternativen. Mit Linsen kann man prima Veggie-Frikadellen zaubern oder sie als Basis für vegetarische Bolognese nehmen. So bringen sie Substanz auf deinen Teller und zwar auf eine gute Art!

Außerdem sind Linsen ein super Eiweißlieferant und enthalten obendrein viele unlösliche Ballaststoffe. Die quellen im Magen auf und machen dich lang anhaltend satt. Plus: Sie bringen deine Verdauung in Schwung.

Frau zupft Dill in Linsen-Salat

Linse ist nicht gleich Linse

Nicht jede Linse eignet sich für jedes Gericht. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich in Geschmack, Garzeit und Konsistenz:

  • Rote Linsen sind der Turbo unter den Linsen. Sie garen am schnellsten (ca. 15 Minuten). Der Grund: Sie sind geschält. Du isst also den Kern der Linse... Rote Linsen sind mehlig kochend und deshalb super für Suppen oder Dals.
  • Puy Linsen (oder Delikatesslinsen) haben ein nussiges Aroma und behalten ihre leicht bissfeste Konsistenz auch nach dem Kochen. Deshalb machen sie sich gut besonders im Salat, wo die Optik zählt!
  • Das gilt auch für Belugalinsen. Klein, rund, schwarz sind sie ebenfalls toll für Gerichte, die gut aussehen sollen.
  • Die Tellerlinse ist die „graue Maus“ unter den Linsen. Sie taugt am besten für deftige Winter-Eintöpfe.

Linsen sind generell perfekt für die schnelle Küche. Anders als Bohnen oder Kichererbsen musst du sie nicht einweichen. Es reicht, wenn du sie ausgiebig wäschst, bis das Wasser klar ist. Dann kannst du sie auch schon gleich verarbeiten.

Das Rezept für meinen Lieblingslinsensalat (to go-Variante)

(Menge reicht für 4 Portionen)

Ich mache den Hummus für den Salat immer selbst – das Rezept findest du hier. Er sollte fertig sein, wenn du mit der Zubereitung des Linsensalats beginnst.

  • 250 g Puy Linsen
  • 1-2 rote Zwiebeln
  • 4 EL Balsamico-Essig
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 mittelgroße Rote Beete
  • 1 Handvoll Sonnenblumenkerne
  • 1 Handvoll Dill
  • Salz nach Geschmack
  • Schwarzer Pfeffer
  • Topping: Handvoll Ruccola oder Babyspinat
  • 1 mittelgroßes Weckglas oder sonstiges Gefäß

Und so geht’s: 

  • Zwiebeln schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden. In eine Schüssel füllen, Balsamico-Essig hinzugeben - er nimmt den Zwiebeln die Schärfe und ist gut fürs Aroma. Ca. 30 Minuten marinieren. Immer wieder umrühren. 
  • Rote Beete in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. So lange köcheln lassen, bis die Beete gar ist. Beete leicht abkühlen lassen, dann schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Knoblauch klein schneiden, Dill klein zupfen und Sonnenblumenkerne rösten. Zur Seite stellen.
  • Linsen waschen und mit der dreifachen Menge Wasser aufsetzen. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Linsen sind fertig, wenn sie noch einen leichten Biss haben. Wasser abgießen. Linsen noch warm zu den marinierten Zwiebeln geben und umrühren.
  • Rote Beete-Würfel , klein geschnittenen Knoblauch, geröstete Sonnenblumenkerne und Olivenöl zum Linsengemisch hinzugeben und vorsichtig unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn du magst, kippe noch einen kleinen Schuss Essig hinzu, der macht sich gut im Salat. Zum Schluss Dills zum Salat geben. Alles mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen.
  • Nun geht es ans Befüllen: Eine gute Portion Hummus in ein Weckglas (oder ein anderes Gefäß deiner Wahl) füllen (ich nehme ca. 3 -4 EL Hummus).
  • Dann den Linsensalat obendrauf geben. Die Menge bestimmst du – ich nehme ca. 4-5 EL Linsensalat.
  • Mit einem Topping aus Ruccola- und/ oder Babyspinat den Salat krönen.
  • Gut verschließen. 

Fotos: Lotte Ostermann

 

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