Puffer Vanille aus leeren Vanilleschoten

3 simple Tipps für leere Vanilleschoten

Ende Oktober – bald geht‘s los mit dem Vanillekipferl-Backen. Apropos Vanille: Was machst du eigentlich mit den leeren Vanilleschoten? Ab in den Küchenabfall? Besser nicht. Ausgekratzte Schoten sind viel zu schade und zu kostbar zum Wegschmeißen! Denn in der Schale steckt kostbarstes Vanillearoma.

Vanille ist ein echtes Luxus-Gewürz, vor allem, wenn die Schoten aus Madagaskar kommen. Anbau und Verarbeitung sind enorm aufwändig: Die Blüten müssen per Hand bestäubt werden. Nach der Ernte müssen die Schoten mehrere Monate fermentieren, um ihr Vanillearoma zu entwickeln. Das alles treibt den Preis in die Höhe. Daher lohnt es sich, Vanilleschoten mit „Haut und Haaren“ zu essen und auch die leeren Schoten zu verarbeiten – zum Beispiel so:

Tipp 1: Mach deinen eigenen Vanillezucker

Homemade Vanillezucker – das wär‘ doch was! Einfach zwei frisch ausgekratzte Vanilleschoten in ein Glas mit Zucker legen und das Glas luftdicht verschließen. Nach ungefähr zwei Wochen hat der Zucker das Vanillearoma angenommen. Vorteil: Du weißt, dass dein Vanillezucker aus den besten Zutaten besteht und kein billiges Vanilleersatz-Zeug enthält. 

Tipp 2: Koch die leere Schote aus

Ein entspanntes Wochenende beginnt für mich oft mit einem Milchreis. Besonders gern mag ich ihn mit Vanillegeschmack:

  • Dafür (Pflanzen-)Milch in einen Topf geben,
  • den Rundkornreis einrühren (Verhältnis 2:1).
  • Dann die leere Vanilleschote hinzugeben (frisch oder getrocknet ist egal) plus eine Prise Salz.
  • Alles unter Rühren aufkochen und bei milder Hitze ca. 20 bis 25 Minuten köcheln lassen.

Schmeckt mit Kompott, einem Klecks Marmelade oder Zimt & Zucker.

Tipp 3 (mein Highlight): Trockne die Schoten für Vanillepulver

Die Inspiration für selbst gemachtes Vanillepulver stammt vom italienischen Sternekoch Giorgio Locatelli. In seinem Kochbuch „Made in Italy: das Kochbuch“ (toll!) zeigt er, wie es geht: Leere Vanilleschoten einige Zeit trocknen lassen, beispielsweise auf der Fensterbank, dann in einem Marmeladenglas sammeln und später zu feinstem Vanillepulver mahlen. Das geht am besten in der Kaffeemühle oder im Mixer. Wer es gern etwas gröber mag, wie ich, zerstößt die Schoten im Mörser. Anschließend mischst du das Pulver – schmeckt übrigens leicht scharf – als Geschmacksverstärker unter deinen selbst gemachten Vanillezucker oder bestäubst den nächsten Kuchen.

Leere Vanilleschoten bunkern

Mein Leere-Schoten-Vorrat ist fast aufgebraucht. Gut, dass es bald losgeht mit dem Keksebacken und mit Griesflammerie oder Crème brulée zum Weihnachtsschmaus. Da fallen wieder leere Schoten zum Bunkern an und ich kann mit einem guten Gefühl ins Jahr 2022 starten: Geld gespart und kein Essen zum Fenster rausgeschmissen.

Foto: Claudia Hoffmann

 

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