Abendessen: Teller mit viel Gemüse verbessert die Schlafqualität.

Wechseljahre? – 4 Stellschrauben für mehr Schlafqualität

Früher hatte ich nie Schlafprobleme. Seit den Wechseljahren weiß ich, wie doof es sich anfühlt, wenn man sich nachts im Bett wälzt und keinen Schlaf findet.

Aber: Da lässt sich was drehen – ohne Pillen!

Guter Schlaf hat nämlich viel mit unserem Essverhalten am Abend zu tun.

Schlafprobleme mit 50? – In den Wechseljahren oft eine Sache der Hormone

Dünne Haare, Hitzewallungen oder Krampfadern: Wenn auch du in den Wechseljahren steckst oder schon durch bist, weißt du, wie sie das Leben durcheinander wirbeln können. Viele Frauen spüren in irgendeiner Form, wie sich dieser gewaltige Hormonumbau auf Körper und Seele auswirkt. Bei mir haben sie sogar die Locken rausgedreht ...

Manche leiden in den Wechseljahren, wie ich, verstärkt unter Schlafproblemen. Ein Dreivierteljahr habe ich beschissen geschlafen und war völlig runtergerockt. Auf Anraten meiner Frauenärztin habe ich einen Monat lang Gelbkörperhormone gefuttert – wir wollten sehen, ob’s an den Hormonen liegt ... Drei Monate habe ich wie auf Wolke 7 geschlafen, dann ließ die Wirkung langsam nach. Der innere Schalter war dennoch umlegt. Für mich war klar: Schlaftabletten oder Baldriantropfen, die Allheilmittel meiner Mutter in schlaflosen Zeiten, sind für mich tabu. Was aber tun?

An diesen Stellschrauben kannst du drehen, um während der Wechseljahre besser zu schlafen

Besser schlafen ohne Tabletten ist auch in den Wechseljahren möglich: Über unser Ess- und sonstiges Verhalten vor allem am Abend können wir unsere Schlafqualität beeinflussen. Wichtige Stellschrauben dabei sind:

  • Unsere Ernährung am Abend: Schwer verdauliche Kohlehydrate sind abends keine gute Idee. Für die Verdauung muss unser Organismus viel Kraft und Energie aufbringen. Die Folge: Er kommt nur schwer zur Ruhe.
  • Der Zeitpunkt, zu dem wir essen: Je früher du deine letzte Mahlzeit zu dir nimmst, desto mehr hat der Körper schon verdaut, wenn du ins Bett gehst. Das ist super für dich, denn es gibt keinen „inneren Aufruhr“, der Körper braucht die Verdauung nicht anzuwerfen und zu werkeln.
  • Schlafsessions vor der Glotze bitte unbedingt vermeiden. Mal abgesehen davon, dass der Schlaf vor dem laufenden Fernseher alles andere als erholsam ist, kannst du beim Wechseln ins Bett noch schwerer einschlafen. Unter anderem tragen Geflimmere und Geräuschkulisse dazu bei, dass unser Hirn stimuliert wird. Doch auch wenn du subjektiv denkst, das passt schon: Du reißt dich irgendwann selbst aus dem Schlaf, gehst noch ins Bad und dann steckst du mitten in einer Wach- und neuen Einschlafphase.
  • Regelmäßig Sport machen, um Hitze und Energie im Körper abzubauen. Das habe ich von meiner Akupunkteurin gelernt – sie ist gleichzeitig Expertin für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Nach TCM-Meinung liegt bei Schlaflosigkeit ein Energiestau vor. Mit Sport kannst du ihn besser abbauen.

Was mir rund ums Abendessen hilft 

Ich versuche, alle Punkte zu beherzigen. Bezogen auf das Abendessen bedeutet das für mich konkret:

  • Spätestens um 19 Uhr zu Abend essen und dann ist für den Tag Schluss mit Essen.
  • Klassische Brotmahlzeiten vermeiden, da Kohlehydrate und Käse wie Blei im Magen liegen.
  • Hart bleiben bei einer Snack Attack.
  • Vor allem leicht verdauliche Speisen - Suppen oder Gemüsegerichte - essen.
  • Reine Rohkostsalate, Pastagerichte oder andere schwere Kost meiden – oder nur als Spatzenportion essen.
  • Gerne immer mal ein Glas Wein oder Bier für das gute Gefühl.

Wenn ich mich an meine „Liste“ halte, schlafe ich viel besser ein. Sogar richtige Tiefschlafphasen habe ich mittlerweile wieder. Allerdings: Schlaf ganz ohne Aufwachen oder Toilettengang gibt es bei mir nicht, gab es auch noch nie. Das beunruhigt mich nicht, weil ich weiß, dass die Grundtendenz bei meinem Schlaf stimmt. Deswegen gehe ich auch wieder gern ins Bett!

Foto: Lotte Ostermann

 

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