großes Blech mit Obstkuchen

Warum man Obstkuchen am besten gleich auf dem Blech backt

Ich freu mich riesig, dass endlich heimische Äpfel reif sind. Sie kommen von Obstplantagen im Alten Land oder so und müssen nicht mehr von Argentinien, Chile, etc. angekarrt werden. Auch Pflaumen gibt’s nun in Hülle und Fülle.

Klar, dass Obstkuchen jetzt ganz oben auf meiner Liste stehen. 

Obstkuchen? Am besten gleich ein ganzes Blech

Meine Empfehlung für alle, die Obstkuchen ebenso gern mögen wie ich: Keine halben Sachen machen und direkt ein Blech davon backen. Das lohnt sich mehrfach:

  • Hälfte Teig – Hälfte Obst: Beim Blechkuchen hast du Teig und Fruchtbelag in der Regel in einem gut ausgewogenen Verhältnis. Das ist super für Leute, die beides lieben.
  • Ein Obstkuchen ist superschnell gemacht und megaeinfach: Blechkuchen ist einer der unaufwändigsten Kuchen überhaupt, vor allem, wenn du ihn auf Basis eines Rührteigs backst. Dann entfallen die Ruhezeiten im Kühlschrank wie beim Mürbeteig, so dass du noch schneller bist beim Backen. Den fertigen Teig auf dem Backblech festdrücken, Obst drauf, das wars auch schon fast, wie du an meinem Lieblingsrezept sehen wirst. Die Krönung ist ein Topping aus Nüssen, Butter und Zucker – auch das ist flott zusammengerührt.
  • Unterm Strich macht er viel weniger Arbeit für mehr Ergebnis: Ein paar mehr Zutaten sind keine Affäre. So ist der Blechkuchen besonders ergiebig, wenn du ihn für eine Feier oder Schulklasse backst oder ein Krümelmonster wie ich zuhause hast, das wie ein Scheunendrescher isst.
  • Blechkuchen lässt sich besonders unkompliziert transportieren, weil er sich beliebig groß schneiden und stapeln lässt. Und er eignet sich gut als Geschenk: einfach einmal Kuchen backen und die Hälfte den Eltern, der Freundin oder den Nachbarn geben oder mit ins Büro nehmen.
  • Übrigens: Auch für Paare und Singles lohnt sich Blechkuchen, denn er lässt sich super einfrieren und hält sich im Tiefkühlfach bis zu vier Monaten. Dann sollte er gegessen werden, empfehlen Experten im Internet. Am besten lasst ihr den Blechkuchen bei Zimmertemperatur auftauen. Dafür mindestens 4-6 Stunden Zeit einplanen oder ihn schon am Vorabend aus dem Gefrierfach nehmen. Nicht vergessen, die Verpackung zu entfernen, in der der Kuchen eingefroren war. Dann könnt ihr ihn noch mal kurz ins Rohr stellen bei ca. 150 Grad. Denn warm schmeckt er besonders gut. Besonderer Clou: à la Mode servieren, noch warm mit einer Kugel Eis.

Äpfel und für Pflaumen machen sich super auf Blechkuchen

Für einen Apfelkuchen nimm am besten eine kräftig-aromatische Sorte wie Boskoop, Elstar oder Holsteiner Cox! Dann schmecken die Äpfel auf dem Kuchen intensiver.

Eine Birne ist eine Diva und für meinen Geschmack eher ein Fall für eine Tarte. Warum? Ihr buttrig-zarter Geschmack würde im Rührteig eher untergehen, auf einem knusprigen Mürbeteig liegt sie obenauf und entfaltet ihr volles Birnenaroma.

Äpfel am Baum für Obstkuchen
Äpfel pflücken vom Baum für Obstkuchen
Emaillesieb mit frisch gepflückten Äpfeln für Obstkuchen
Obstkuchen und Kuchen in Springform mit weißem Teller

Mein Lieblings-Apfelkuchen-Rezept auf dem Blech

Superdicker Apfelbelag, lecker Schlagsahne direkt im Rührteig und obendrauf ein köstlicher Guss aus Mandelblättchen: Mein Apfelkuchenrezept ist der Knüller. Dann hilft nur noch eins: Kuchen bunkern.

(ca. 20 Stücke)

Für den Teig:

  • 400 ml Schlagsahne
  • 200 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • abgeriebene Schale von einer Biozitrone
  • 4-5 Eier
  • 375 g Mehl (für die glutenfreie Variante z.B. 175 g Reismehl, 100 g Buchweizenmehl, 100 g gemahlene Mandeln)
  • 1 Pck. Backpulver

Für den Belag:

  • 1 ¼ kg säuerliche Äpfel
  • 4 EL Zitronensaft

Für den Guss:

  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 4 EL (Pflanzen-)Milch
  • 60 g Mandelblättchen

Du brauchst außerdem

  • 1 Saftpfanne als Backblech (> das ist das Blech mit dem hohen Rand!)
  • Backpapier 

Und so geht’s:

  • Backofen auf 200 Grad erhitzen (Ober-/Unterhitze); Umluft: 160 Grad, Gas: 3.
  • Äpfel schälen, vierteln, entkernen. Dann längs in schmale Spalten schneiden. Mit dem Zitronensaft mischen, damit die Apfelspalten nicht anlaufen.
  • Für den Rührteig Sahne, Zucker, Vanillezucker und der Zitronenschale mit dem Handrührgerät halbsteif schlagen. Dann die Eier einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver hinzugeben und alles kurz vermengen.
  • Saftpfanne mit Backpapier auslegen. Rührteig gleichmäßig drauf verstreichen.
  • Dann mit den Apfelspalten dicht an dicht belegen, so dass sie leicht überlappen.
  • In den heißen Backofen schieben und für 15 Minuten backen (2. Schiene von unten).
  • Für den Guss Butter, Zucker und Milch aufkochen lassen, Mandeln untermischen.
  • Masse gleichmäßig auf dem Obstkuchen verteilen. Dann wieder in den Ofen schieben und weitere 15 Minuten auf der zweiten Schiene von oben backen.
  • Garprobe machen mit einer Stricknadel oder Ähnlichem. Wenn kein Teig mehr an der Nadel klebt, Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  • Servieren und reinhauen!

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Fotos: Claudia Hoffmann

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